Written in German. This is a translation, and the German remains the original.
Das Original. Übersetzungen gibt es im Englischen.
Ideally I keep growing. More at some times than at others, naturally, because body and mind need their rest, and nothing new stirs until real boredom has been endured.
A break like this, or an adventure under sail, throws far more that is new at me than ordinary life ever would. New places, new weather, new anchorages, and things that go wrong or are simply, consistently, not what I expected. Under all that novelty the filters drop away, and I take things more raw than I would at home, the highs and the lows alike.
By the end of the day there is often little energy left, or no filter left to keep emotions in check. There is crying, there is laughter, there is the occasional sulk. More often there is talking and arguing, and then we carry on together. It matters that our small crew works, quarrels and love included. Sometimes it is a matter of survival. In any case there is no room aboard to get out of one another's way.
So why do I want to go back? I like solving complex problems with a team. I give my energy and my creativity to that gladly, because plenty comes back: energy, new learning, a share in watching other people grow, and of course recognition, which is to say external validation. It is that challenge, taken on together, that I miss. I could also say that I miss contributing to society, or perhaps taking part in it, or even taking place within it.
It is probably the balance between changing challenges, recognition (yes, from others too) and community that drives me and that I look forward to. And this new realisation does not rule out future sailing adventures either. Quite the opposite. That alternation, between time out on the water and my own active contribution, is exactly the balance I had hoped to find, and the work now is to anchor it firmly in everyday life.
Yours, Dré
Idealerweise entwickle ich mich immer weiter. Natürlich mal mehr und mal weniger, denn Körper und Geist brauchen Ruhepausen und nur das Aushalten von echter Langeweile weckt neue Kreativität.
Durch so eine Auszeit oder ein Abenteuer unter Segeln setze ich mich überproportional Neuem aus. Neue Orte, neue Wetterlagen und neue Ankerplätze sowie Dinge, die schief gehen oder aber konstant anders sind als erwartet. Durch das viele Neue fallen die Filter weg und ich erlebe die Dinge roher als im Alltag mit all ihren Höhen und Tiefen.
Am Ende des Tages ist oft noch wenig Energie übrig oder eben kein Filter mehr, um seine Emotionen zu kontrollieren. Es wird geweint, gelacht oder auch schon mal geschmollt. Oft aber geredet, diskutiert und dann machen wir gemeinsam weiter. Das Funktionieren unserer kleinen Crew inklusive des gemeinsamen Streitens und Liebens ist wichtig, manchmal sogar überlebenswichtig. In jedem Fall fehlt aber sowieso der Raum, einander aus dem Weg zu gehen.
Warum will ich also zurück? Ich mag es, gemeinsam komplexe Probleme im Team zu lösen. Dafür gebe ich meine Energie und meine Kreativität gerne her, denn im Gegenzug kriege ich viel zurück: Energie, neues Lernen, darf ein Teil sein wie andere wachsen und sich weiterentwickeln und natürlich auch Anerkennung (externe Validierung). Diese Herausforderung in der Gemeinschaft fehlt mir. Ich könnte auch sagen, dass es mir fehlt, zur Gesellschaft beizutragen, vielleicht auch an ihr teilzuhaben oder gar in ihr stattzufinden?
Es ist wahrscheinlich die Balance zwischen abwechselnden Herausforderungen, Anerkennung (ja, auch durch andere) und Gemeinschaft, die mich antreibt und auf die ich mich freue. Zu guter Letzt schließt die neue Erkenntnis auch zukünftige Segelabenteuer nicht aus, ganz im Gegenteil. Genau die Abwechslung zwischen Auszeiten auf dem Wasser und meinem aktiven Beitrag ist die Balance, die ich gehofft hatte zu finden und die es jetzt gilt, fest im Alltag zu verankern.